Audit "Hochwasser - wie gut sind wir vorbereitet?"

Beim Hochwasserschutz wird in Zukunft, neben dem Ausbau der technischen Schutzbauten, den Strategien der ergänzenden Hochwasservorsorge, durch Kontrolle und Minderung von Schadenspotenzialen, eine immer größere Bedeutung zu kommen.

 

Von der DWA AG HW-4.6 "Audit Hochwasser" wird Kommunen und Körperschaften, die mit Hochwasserrisiken umgehen müssen, deshalb eine Hilfe zur Bewertung ihrer Hochwasservorsorge angeboten.

 

Auf der Grundlage des DWA-Merkblattes M 551 "Audit Hochwasser - wie gut sind wir vorbereitet?", sollen in Kommunen, Verbänden oder Betrieben Hochwasseraudits durchgeführt werden. Ziel ist es hierbei, für Ortschaften, Ortsteile oder einzelne Kulturgüter den Status besonders der nicht-baulichen Hochwasservorsorge gemeinsam mit den Verantwortlichen vor Ort zu analysieren und zu bewerten.

 

Nutzen des Audits

  • deutliche Verbesserung des Vorsorgestatus bei geringem Aufwand
  • weniger Schäden bei Hochwasserereignissen
  • Rückversicherung für politisch Verantwortliche, ausreichend vorgesorgt zu haben

Ablauf des Audits

Das Audit gliedert sich in folgende Bestandteile:

  • Vorgespräch zur Festlegung der erforderlichen Unterlagen
  • Audit vor Ort auf Grundlage der vorliegenden Unterlagen und Informationen
  • Bewertung der Hochwasser-Risikokommunikation durch die Auditoren der DWA und Erstellung eines Beratungsprotokolls einschließlich Auditergebnissen (gem. DWA-M 551) getrennt für die Bereiche "Flusshochwasser" und "Sturzfluten"

Bayern fördert Hochwasseraudit mit 75 Prozent

Das Audit wird im Rahmen der Hochwasserrisikomanagementpläne nun dauerhaft gefördert!

Bayerische Kommunen können ihre Hochwasservorsorge seit Anfang November 2016 äußerst günstig optimieren. Das Bayerische Umweltministerium fördert Kommunen, die zur Verbesserung der Hochwasservorsorge das DWA-Audit Hochwasser „Überflutungen und Starkregen“ nutzen, mit einem Fördersatz von 75 Prozent.

Der Freistaat Bayern plant, das DWA-Audit zur Hochwasservorsorge zu einem Kernelement des Hochwasserrisikomanagements zu machen. Die Kommunen werden in Kürze über die Förderhöhe und die Förderbedingungen informiert. Erste Anlaufstelle für interessierte Kommunen sind die 17 Wasserwirtschaftsämter, die regional für die Kommunen zuständig sind.

Die Förderung des DWA-Audits nach den Vorgaben des DWA-Merkblatts M 551 ist als Maßnahme 326.1 in der Handlungsanleitung für Hochwasserrisikomanagementpläne des Freistaates explizit festgeschrieben (Tabelle S. 69 im verlinkten Dokument).

Informationen für Interessierte

Kommunen aus Bayern

Einige bayerische Kommunen haben das Audit bereits durchgeführt oder beauftragt:

Oberbayern
  • Ampfing
  • Bad Wiessee
  • Kolbermoor
  • Markt Bruckmühl
  • Moosburg a. d. Isar
  • Riedering
  • Rohrdorf
  • Rosenheim
Niederbayern
  • Aldersbach
  • Bogen
  • Kelheim
  • Landshut
  • Markt Obernzell
  • Moos
  • Neustadt a.d. Donau
  • Pfarrkirchen
  • Straubing
  • Vilshofen
  • Zeilarn
Oberfranken
  • Thiersheim
Unterfranken
  • Eltmann
Schwaben
  • Aichach
  • Diedorf
  • Gessertshausen
  • Görisried
  • Höchstädt a. d. Donau
  • Kissing
  • Tapfheim