Rückblick Landesverbandstagung 2015

Die Landesverbandstagung in Straubing als Höhepunkt des Veranstaltungsjahres 2015

Straubing war in diesem Jahr gastgebende Stadt für die Jahrestagung des DWA-Landesverbandes Bayern. Am 21. uns 22. Oktober lud der Landesverband seine Mitgleider und alle Interessierten zum Branchentreff in die Joseph-von-Fraunhofer-Halle in Niederbayern.

Rund 450 Fachleute aus der Wasserwirtschaft folgten der Einladung. 75 Ausstellerfirmen begleiteten die Seminarreihen und boten ein breites Produkt- und Dienstleistungsangebot.

Wasserwirtschaft im Blickpunkt – heute schon für morgen planen

Unter diesem Tagungsmotto wurde der Fokus auf die Notwendigkeit der vorausschauenden Planung gelegt. Bevorstehende gesellschaftliche Veränderungen oder technische Weiterentwicklungen können nur durch permanenten Wissenstransfer und daraus resultierende strategische Überlegungen bewältigt werden. Dies sichert den Bestand und spart nicht nur personell sondern auch finanzielle Ressourcen.

Breites Themenspektrum rund um den Gewässerschutz

Die bayerische Umweltministerin, Ulrike Scharf, ging in ihrem politischen Festvortrag auf Strategien und Aufgaben in punkto Daseinsvorsorge aus Sicht der bayerischen Staatsregierung ein. Anschließend beleuchtete Dr. Lutz Spandau von der Allianz Umweltstiftung die Themen Nachhaltigkeit, Umwelt-, Natur- und Landschaftsschutz aus einem anderen Blickwinkel.

Landesverband Mitglied in der Bayerischen Klimaallianz

Im Rahmen der Tagung trat der Landesverband der Bayerischen Klimaallianz bei. Die Urkunde wurde von Staatsministerin Ulrike Scharf und Landesverbandsvorsitzendem Prof. Dr.-Ing. F. Wolfgang Günthert feierlich unterzeichnet.

Neuauflage Sonderdruck "Wasser- und Abwasserabgabengesetze"

In einem gemeinsamen Vortragsblock wurde über aktuelle Änderungen und Neuerungen im Wasserrecht berichtet sowie die Neuauflage des entsprechenden Sonderdrucks vorgestellt. Ebenso folgte ein Update zur Umsetzung der 2. Runde der Wasserrahmenrichtlinie für die Bereiche Abwasser und Gewässer.

 

In den zwei parallel stattfindenden Seminarreihen Gewässer und Abwasser wurden anschließend u.a. Vorträge zur Kanalinstandhaltung, der kontinuierlichen Energieoptimierung auf Kläranlagen oder möglichen Wegen zum Ausstieg aus der landwirtschaftlichen Klärschlammverwertung anhand praktischer Beispiele vorgestellt. Das brisante Thema Flutpolder stand in Bezug auf Strategie, Planung und Betrieb ebenso auf dem Programm wie die Umsetzungsmöglichkeiten der EG-Wasserrahmenrichtlinie z.B. hinsichtlich Bodenerosion und Stoffeinträgen.

Finanzierung der Aufgabe Abwasserentsorgung im Workshop

Der Workshop „Finanzierung der Aufgabe Abwasserentsorgung“ widmete sich unter fachkundiger Leitung von Dr. Juliane Thimet vom Bayer. Gemeindetag einem Dauerthema und griff u.a. die Themen "Rechtliche Einordnung von Kanälen", "Gesplittete Abwassergebühr" und "Rücklagenbildung" auf.

Informationsbörse "Fachausstellung"

Begleitet wurde die Tagung auch in diesem Jahr von einer Fachausstellung, bei der rund 75 Firmen über ihre Angebotspalette, Produkte und Dienstleistungen informierten. Für ausführliche Fachgespräche mit den Ausstellern boten die Pausen ausreichende Möglichkeiten.

Kläranlage der Zukunft und die Flutpolder-Diskussion - Ziele der Fachexkursion

Die Fachexkursionen zum Abschluss der Tagung am zweiten Tag führten zu zwei aktuellen und interessanten Zielen. Auf der Kläranlage Straubing wurden einige innovative Projekte im Rahmen der Fachexkursion „Abwasser“ präsentiert. Für den Fachbereich „Gewässer“ bot das Wasserwirtschaftsamt Deggendorf eine fachkundige Führung zum geplanten Flutpolder Öberauer Schleife an.